Der Vorhang ist gefallen und die Darsteller haben die Bühne verlassen.
Es ist dunkel im Theater und doch ist an einem kleinen Tisch in der Ecke noch ein schwaches Licht an!
Auf dem Tisch steht ein Bier neben einem vollen Aschenbecher und ein Preuße sitzt vor einem leeren Stück Papier. Er grübelt wie man dieses füllt! Wie er zu diesem Tisch gekommen ist! Und wo verdammt ist sein Notebook, da zu dem Stück Papier kein Kugelschreiber war!
In seinem Kopf kommen die ersten Fragen auf: Schreibt man Worte des Dankes, Worte der Trauer oder schreibt man was einem gerade so durch den Kopf geht. Verdammt einem Preußen mit einem Bier in der Hand geht so vieles durch den Kopf!
Wo steht eigentlich das nächste Bier? Warum ist es soweit gekommen? Warum waren die letzten 20 Minuten seiner letzten Sendung das schlimmste was er seit langen erleben musste? Warum ist die Kippe schon wieder alle und wer verdammt hat sein Zippo versteckt?
Da er sich auf alle seine Gedanken keine richtige Antwort geben kann in diesem Moment, denkt er an die alten Zeiten. Die Anfänge von einem Projekt. Man waren sie alle euphorisch, man hatten sie noch Ideen und Träume. Man hat er eigentlich schon immer so schnell ein Bier aus getrunken?
Die Träume, Ideen und der Zusammenhalt haben Freundschaften entwickelt. Die ersten Früchte einer harten Arbeit wurden geerntet und nicht lange danach wurden auch schon die Freundschaften auf eine harte Probe gestellt. Einige sind zerbrochen, andere haben sich verstärkt. Das war der erste kleine Tod in dem Projekt. Apropo kleiner Tod ….man ich könnte ja auch mal wieder……
Trotz dem kleinen Tod, wurden bösen Worte oder Querschüsse vermieden, da man ja erwachsen genug ist und es auch ein Beweis dafür ist das Menschen mit unterschiedlicher Meinung ein Leben nebeneinander teilen können.
Sie versuchten einen Neuanfang und fanden neue und alte Freunde, die die Träume, Ideen und Prinzipien teilten und den nun noch härteren Weg als Gemeinschaft gehen wollten. Gehen ist ein gutes Wort, sorry muss mal für Königstiger!
So erleichter wie er im Moment sich fühlt, so erleichtert war sie alle dass es Bergauf ging, bis sie merkten das nach dem ersten Berg ein Tal zu sehen war und sie in mitten eines Gebirges waren. Ja verdammt ich brauch Urlaub und steh extrem auf Gebirgswelt.
Das ewige wandern durch Berg und Tal, kostet Kraft für alle Mitwanderer und einige gaben vorm Gipfel auf. Die anderen mit Ausdauer hatten einfach irgendwann kein Ohr mehr für die gegenseitigen aufbauende Worte, oder die Familie brauchten sie zu Hause und der letzte kleine Teil hatte kein Geld mehr um die schöne Landschaft zu betrachten.
Sie treffen auf dem Heimweg viele andere Wandergruppen, die immer fragten sind wir die ersten die ihr trefft? Wir konnten immer nur eins sagen wandert doch nicht so alleine, der Weg ist breit genug und mit mehr Wandergruppen zu einem Ziel, ist der Weg viel leichter und lustiger, also warum fragt ihr ob ihr die ersten seit die den Weg gehen? Nein und so wie ihr rennt kommt ihr nie zum Gipfel.
Bei den Gedanken schlägt der Preuße mit dem Kopf auf den Tisch und wacht auf! Verdammt hat er schon wieder Misst geträumt? Nein nicht ganz! Das Zippo ist immer noch weg, das Licht ist mittlerweile schon seit über 48h aus und die richtigen Worte um alles zu beschreiben fehlen ihm immer noch.
Also bleibt Ihm nur eins: Ein Bier öffnen, Kippe mit einem Streichholz anzünden und hoffen das er irgendwann die richtigen Worte findet und sein Zippo.
Am 19. September 2011 um 18:25 Uhr
Hmm…
Am 2. Oktober 2011 um 07:24 Uhr
Nun wo der “Tod” doch so endgültig ist, zieht man ein Resomé aus einem Jahr Partnerschaft. Jedwedes Leid, Kummer und Trauer sei nun nach hinten gestellt. Selbstkritisch betrachtet man dies nun. Vieles was wir hätten anders machen sollten …. mehr einsatz …. mehr kontakt …. noch mehr zusammenhalt. Heute denke ich das wir wohl “schlechte” Partner waren , denn gute hätten es geschafft es nicht so weit kommen zu lassen , das etwas Stirbt was so großartig war. Selbstbetrug ist es sich selbst zu sagen : Hatte doch so wenig zeit , bin gerade im Stress , habe mein eigenes Projekt zu verwalten …. erst hinterher bemerkt man wirklich das man alles als selbstverständlich genommen hat und genau dann merkt man es auch das das großartige fort ist. Vorbei sind die Tage an denen ich gestresst von der Arbeit das Radio anschalte und auf die witzig , spritzigen Comments und den Professionellen Moderationen vom “Preußen” und den anderen originellen Moderatoren lauschen kann.
Nun bleibt nur zu sagen das Bier nicht mehr schmeckt , die Zigarette aus bleibt …. weil auch ich gerade mein scheiß Zippo suche
Am 2. Oktober 2011 um 08:25 Uhr
Hey Chris, ist doch quatsch. Klar hätte man einiges anders machen können, aber hinterher ist man sowieso schlauer und sieht es aus einer anderen Perspektive. Aber zu sagen das wir schlechte Partner waren finde ich übertrieben von dir.